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Eupithecia immundata (LIENIG & ZELLER, 1846) Geometridae
Larentiinae
Textblatt GeometridaeEupithecien
Blasser Christophskraut-Blütenspanner
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Fotos Imagines
Praeimagines
Verbreitung
Jura, Mittelland, Wallis, N-Mittel-Bünden: selten und an wenigen Orten
Funde:
Graubünden, Waltensburg/Vuorz, Staziun, 750-800m (728 / 181)
Graubünden, Tschlin, San Niclà, 1070m (828.22 / 194.015)
Habitat & Flugzeit
Habitat: Feuchte, schattige Wälder, Feldgehölze, an nordabhängen Schluchten, zwischen Geröll in schattigen, aber warmen Bergwäldern, meist auf Kalk: Krautreiche Mischwälder (Buchen-Mischwälder) mit guten Beständen von Christophkraut. Die Art ist nur von wenigen Orten bekannt. Besonders als Raupe tritt E. immundata in manchen Jahren trotzdem häufig auf.

Nachweismethode: Raupensuche Ende Juli.
Imaginalmonate: 5-7
Höhenverbreitung: - 1800 m
Lebenszyklus: Die Puppe überwintert, oft mehrmals.
Raupen & Biologie
Biologie:
Falter dämmerungs- und nachtaktiv. Eiablage an die Basis unreifer Beeren des Christophskrauts. Die Raupen bohren sich direkt in die Beere ein, an der das Ei klebt. Der Beereninhalt reicht für die Raupe bis zur Mitte des letzten Stadiums, danach wechselt sie nachts in eine weitere über, die sie in der Mitte anbohrt. Meistens ist sie dann schon so dick, dass die hintere Hälfte aus dem Bohrloch herausragt. Sie sind erwachsen, wenn die Beeren sich dunkel färben und zu diesem Zeitpunkt am besten zu finden. Verpuppung in recht stabilem Kokon aus vertrockneten Pflanzenresten in der oberen Humusschicht.
Die Zucht von ist vom Ei ab recht einfach und dauert an eingefrischten Pflanzen, an denen sich die Beeren recht gut halten, etwa vier Wochen. Noch einfacher ist es, eine Pflanze (auch Christophskraut gibt es im Gartencenter) einzutopfen, die Eier zu übertragen und ohne weiteren Schutz (Gazebeutel o. ä.) zu züchten.
Raupenpflanzen:
Actaea spicata (Christophskraut)
in den Beeren (Ebert-9)
Literaturzitat
VORBRODT, K. & MÜLLER-RUTZ, J. (1914):
1065. immundata Z. (= argillacearia H. S.) — Sp. III, T 71 — Dietze, Eupith. T 72. Sehr selten und einzeln von Juni bis August. La Forclaz, Trient (W.), Dombresson (Roug.), Büren 14. VII. 1903 (Ratz.), Bern (v. J.), Burgdorf (Müller), Frauenfeld (Wehrli), St. Gallen vereinzelt (M.-R.). Die Raupe — Dietze, Eupith. T 5 — lebt im Juli-August ausschliesslich in den unreifen Beeren von Actaea spicata. E. Sp. II, 80 — Favre, Suppl. 37 — B. R. 374.
Quellen
Links:
euroleps
Lepiforum
Raupenkalender Geometridae der Schweiz
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